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In Vorbereitung des 90-jährigen Schuljubiläums im Jahr 2012 sind die ersten Seiten zur Historie entstanden. Durch zahlreiche Recherchen, das Sichten noch erhaltener Urnterlagen, der Sicherung von Fundstücken und nicht zuletzt der Übergabe aus dem Nachlass ehemaliger Schülerinnen wurde das aufbereitete Angebot möglich. Allen Beteiligten herzlichen Dank.

Die Veränderungen im Schloss seit Aufnahme des Schulbetriebes sind nachfolgend auszugsweise aufgeführt.

 

ZEITRAUM EREIGNIS
Die Landwirtschaftskammer hat das Schloss des Fürsten von Hohenlohe-Waldenburg gekauft, um darin eine Schule für Bauerntöchter zu eröffnen.
24.02.1945 Die Belegschaft des Kreiskrankenhauses Ohlau (Schlesien) kommt mit 50 Patienten und Pflege- und Wirtschaftspersonal an. Die Schulleiterin und Lehrerinnen bleiben zur Betreuung von Geflügel, Gärten und Feldern. Sie leben einige Zeit im Hühnerstall und können durch ihre Anwesenheit das Inventar der Schule vor Plünderung und Zerstörung bewahren.
  Der Unterricht wird vorzeitig am 28.02.1945 beendet und am 17.06.1946 wieder aufgenommen.
 
Neuanfang Die Schülerinnen sind in in 6-Bett-Zimmern untergebracht, die nicht beheizbar sind. Es stehen Eisenbettladen und zum Waschen Waschlavor und Krug zur Verfügung.
1951 BEGINN DER BAUMAßNAHMEN
Die Räume werden neu errichtet. Im Ergeschoss von Mittelbau und kleinem Bau entstehen: Speisesaal, Backküche, Speisekammer, zwei große Vorratsräume, Waschküche, Heiz- und Kohlenraum. Im 1. Obergeschoss entsteht ein Lehrsaal für die Oberklasse. Weiterhin fünf Wohnräume für Schülerinnen und Lehrerinnen, ein Waschraum, ein Duschraum und ein Bad.
Ferner werden erneuert: Gang für den Durchgang zum Garten, Nebeneingang zum Speisesaal mit Vorraum und Garderobe, Steintreppe im Treppenhaus. Vor dem Speisesaal werden Planierungsarbeiten ausgeführt und im Mitteltrakt der Putz erneuert. Die Warmwasserbereitung für den Hauptteil der neugeschaffenen Räume wird eingerichtet.
Beseitigt werden die alten Kamine, die Tordurchfahrt im Mittelbau und das Tor zum Stall im kleinen Bau.
Die Hausmeisterwohnung und einige Zimmer sowie Fußböden werden instandgesetzt.
April 1954 Instandsetzungsarbeiten für einen Teil des Hauptflures, für zwei Schlafräume der Schülerinnen, ein Lehrerinnezimmer und ein WC. Fenster werden in einem Raum, der bisher als Abstellraum diente, eingebracht, da dieser als Schülerinnenzimmer benötigt wird.
Ein Betonbecken wird gebaut zum Waschen der Garten- und Arbeitsschuhe, von Kartoffeln und Gemüse.
Sept. 1954 Die Bauarbeiten zur Instandsetzung des schadhaften Kamins beginnen.
1954 Eine Bücherei kann Dank zahlreicher Spenden entstehen und ein Lesezimmer eingerichtet werden.
1954 Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen. Zur Verfügung stehen zwei neue Lehrküchen im Erdgeschoss. Der neue Speisesaal (bisher im 1. OG) führt mit Flügeltüren in den Park. Im ersten OG sind Waschraum (vier Wasserklosetts und 15 Waschbecken) sowie Duschraum untergebracht. Ein Teil des Hauses wird zentral beheizt.
1958/1959 Der früheres Stall im linken Schlossflügel, in dem Milchkühe, Schweine und Schafe untergebracht waren, wird umgebaut. Nach Fertigstellung stehen neue Unterrichtsräume zur Verfügung. Hinter dem großen Lehrsaal, der als Bügelraum genutzt wird, sind ein Labor für Chemie- und Physikunterricht und ein Hausarbeitsraum entstanden.
 
1962/1963 GROßER UMBAU
Der Einbau der Heizung für alle Räume beginnt, die Einzelöfen werden durch eine zentrale Ölheizung ersetzt. Die sanitären Bedingungen verbessern sich durch mehr Waschräume; im gesamten Haus gibt es Klosetts mit Wasserspülung.
Diverse Räume werden neugestaltet: Lehrsaal der Oberklasse, Wohnung Direktorin und Empfangshalle. Das Treppenhaus wird erweitert und heller. Die bisherige 'Amtsstube' wird nach zwei Seiten als Halle geöffnet und erhält Flügeltüren zum Garten. Im ehemaligen Lehrerinnenzimmer "Bienenstube" wird die Bibliothek eingerichtet.
Anstelle der alten Scheuer wird ein Schuppen gebaut zur Unterbringung von Lehrmaterial für Garten und Geflügelhof, für Fahrräder, Holz, Kohlen, Werkstatt und ein Auto.
Eine Tonübertragungsanlage wird für sämtliche Lehrsäle und den Speisesaal eingerichtet. Es werden eine Telefonanlage mit fünf Nebenanschlüssen und eine elektrische Schulglocke mit sieben Uhren installiert.
1967 Für den Neubau von Gartenarbeitsraum mit Werkstatt, Gewächshaus und Geflügelstall ist Richtfest. Integriert ist ein Umkleideraum. Der Arbeitsraum ist über die gesamte Fläche unterkellert und dient zur Aufbewahrung von Gemüse
Die Hühnerhaltung der Schule wird als Intensivhaltung betrieben.
1967 Die Hausmeisterwohnung im kleinen Bau wird anlässlich des Hausmeisterwechsels umgebaut.
1968 Die Treppe im kleinen Bau wird umgebaut, wobei das schöne alte Treppengeländer nicht gerettet werden konnte, da es zu morsch war.
1968 Die alte Scheune wird abgerissen und das Gelände zwischen Schloss und Langenburger Straße planiert.
 
1972 Neuanschaffungen: Lehrsaaleinrichtung, Mehrzweckküchenmaschine, Geschirrspülmaschine, zwei Nähmaschinen, Zeichenmaterial für Technikerinnen
1973 Auf dem Fundament eines alten Hüherstalles wird auf der Hirschwiese ein Sitzplatz gestaltet.
1974 Das Türmchen - Wahrzeichen des Schlosses - erhält ein neues Kupferdach.
1975 Der Schlossteich wird ausgebaggert.
1975 Es finden Umbaumaßnahmen in der Küche statt, Lehr- und Wirtschaftsküchen werden neu eingerichtet.
30.11.1976 In der Nacht wird die 200 Jahre alte Weymouthskiefer auf der Hirschwiese vom Sturm umgeknickt.
1977 Die Sanierung der Schloss- und Parkanlage beginnt.
30.05.1979 Der neu geschaffene Sportplatz wird eingeweiht.
14.11.1979 Die neue neue Küche wird eingeweiht und die zehn Einzelkojen in Betrieb genommen. Wegen des Plans einer Großküche ist der Speisesaal leer und die Spülküche in der Waschküche installiert. Essensraum ist der große Lehrsaal.
 
Nov. 1980 Die neue Wirtschaftsküche wird übergeben und mit Dampfdruckgerät, Heißluftofen, zwei Kippbratpfannen, Kochkessel, Spül- und Frühstücksküche eingeweiht. Das Essen wird wieder im Speisesaal eingenommen.
Nov. 1981 Die sechseckige Bank, die vorher auf der Hirschwiese um die Weymouthskiefer stand, hat einen neuen Platz unter der großen Fichte erhalten.
1983 Mit der Renovierung von Dach und Außenfassade des Schlosses wird begonnen. Der Nordflügel erhält neue Farbe.
1985 Nach Fertigstellung der Renovierung an der Außenfassade werden im Schlosshof neun Rosenbäumchen gepflanzt.
1987 Die Vorratsräume werden renoviert und erhalten entsprechend der Hygienevorschriften die Einrichtung - neue Edelstahlregale und zusätzlich eine Kühlzelle.
 
Aug. 1990 Der Neubau des Internats beginnt.
1993 Das Wohnheim ist bezugsfertig. Nach der feierlichen Einweihung wird der Umzug der Schülerinnen noch vor den Sommerferien vollzogen. Die Internatszimmer im Schloss werden aufgelöst.
1993 Der große Aufenthaltsraum erhält neue Farbe und neue Möbel.
1994 Mit der Renovierung der Teeküche beginnen Umbaumaßnahmen. Im 2. OG werden aus vier ehemaligen Internatszimmern neue Lehrsäle. Die dazugehörige Sanitäreinrichtungen werden renoviert.
1995 Die Umbaumaßnahmen werden fortgesetzt. Im 3. OG im großen Bau enstehen vier neue Lehrsäle aus ehemaligen Internatszimmern. Dazu gehören ein Lehrssal EDV mit zehn Computerarbeitsplätzen und für den Bereich Textilverarbeitung zehn Arbeitsplätze.
Nov. 1998 Da die Lehrsäle knapp werden, werden im kleinen Bau die frühere Hausmeisterwohnung und die Internatszimmer "Finkennest", "Ritterstube" und "Eiernest" zu Lehrsälen umgebaut. Die Internatszimmer "Starenkasten" und "Dachsbau" werden als Lehrerzimmer für den Landbau zu Verfügung gestellt.
Nov. 1999 Nach Abschluss des Umbaus und der Verkabelung stehen sieben Lehrsäle zur Verfügung sowie drei EDV-Lehrsäle.

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